Wohnwagen und Wohnmobil richtig einlagern: So findet man den passenden Abstellplatz
Wer einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil besitzt, kennt das Problem: Außerhalb der Reisesaison braucht das Fahrzeug einen sicheren, geeigneten Platz. Auf der eigenen Einfahrt ist es nicht immer möglich – sei es aus Platzmangel, wegen kommunaler Regelungen oder schlicht weil das teure Freizeitfahrzeug dort nicht ausreichend geschützt ist. Ein professioneller Abstell- oder Einlagerungsplatz ist die Lösung. Doch worauf kommt es bei der Wahl an? Was kostet das Ganze? Und welche Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Angeboten? Dieser Ratgeber gibt einen umfassenden Überblick.
Warum ein Abstellplatz sinnvoll ist
Ein Wohnwagen oder Wohnmobil ist eine erhebliche Investition – Neufahrzeuge kosten schnell zwischen 20.000 und über 100.000 Euro. Entsprechend wichtig ist eine sichere und geeignete Lagerung während der Wintermonate oder langen Standzeiten. Die wichtigsten Gründe für einen professionellen Abstellplatz:
Sicherheit: Bewachte und eingezäunte Stellplätze mit Videoüberwachung schützen das Fahrzeug deutlich besser vor Diebstahl, Einbruch und Vandalismus als eine ungesicherte Auffahrt.
Witterungsschutz: Dauerhaft im Freien stehende Fahrzeuge leiden unter UV-Strahlung, Frost, Regen und Schmutz. Überdachte oder gar vollständig überdachte Hallen bieten hier den besten Schutz.
Platz: In vielen Städten und Gemeinden ist Platz Mangelware. Nicht jeder hat eine ausreichend große Einfahrt oder Garage, um ein 7 bis 9 Meter langes Fahrzeug unterzustellen.
Rechtliche Gründe: Wohnwagen mit Saisonkennzeichen müssen außerhalb der Saison auf einem privaten oder gewerblichen Stellplatz abgestellt werden – öffentliche Straßen sind in dieser Zeit tabu.
Die verschiedenen Arten von Abstellplätzen
Nicht alle Einlagerungsoptionen sind gleich – es gibt erhebliche Unterschiede in Ausstattung, Sicherheit und natürlich Preis.
Freiluft-Abstellplatz (nicht überdacht)
Die günstigste Option: Das Fahrzeug steht auf einem eingezäunten, gesicherten Außengelände, meist mit Videoüberwachung und Tor. Kein Witterungsschutz, aber deutlich sicherer als auf der eigenen Auffahrt. Für Fahrzeuge in gutem Zustand, die regelmäßig genutzt werden, oft ausreichend.
Kosten: je nach Region ca. 30–80 Euro pro Monat.
Überdachter Carport-Stellplatz
Das Fahrzeug steht unter einem Vordach oder einer offenen Halle, ist also vor direktem Regen und Schnee geschützt. Wind und Feuchtigkeit können aber seitlich eindringen. Ein guter Kompromiss zwischen Kosten und Schutz.
Kosten: ca. 60–120 Euro pro Monat.
Geschlossene Halle (Volleinlagerung)
Die sicherste und teuerste Option: Das Fahrzeug steht in einer vollständig geschlossenen, oft auch beheizten oder zumindest frostgeschützten Halle. Ideal für hochwertige Fahrzeuge, empfindliche Ausstattung oder ganzjährige Lagerung ohne regelmäßige Nutzung.
Kosten: ca. 100–250 Euro pro Monat, je nach Größe und Standort.
Privater Stellplatz
Privatpersonen mit ausreichend Platz auf dem eigenen Grundstück bieten über Kleinanzeigen oder Plattformen gelegentlich Stellplätze für Wohnmobile an. Das kann sehr günstig sein – aber auch sehr unterschiedlich in Sicherheit und Qualität. Hier ist Vorsicht geboten: Gibt es ein schriftliches Mietverhältnis? Ist das Fahrzeug versichert, wenn es auf fremdem Grund steht?
Einen strukturierten Überblick über Abstellplätze in verschiedenen Regionen bietet Stellplatz.jetzt – dort sind sowohl gewerbliche als auch private Angebote gelistet.
Darauf sollte man bei der Wahl achten
Sicherheitsausstattung
Der Abstellplatz sollte mindestens folgende Sicherheitsmerkmale aufweisen:
- Eingezäuntes Gelände mit stabilem Zaun und abschließbarem Tor
- Videoüberwachung rund um die Uhr
- Zugangskontrolle (Chipkarte, Code oder persönliches Tor)
- Im Idealfall: Wachschutz oder Anwohneraufsicht
Je wertvoller das Fahrzeug, desto mehr sollte in die Sicherheit des Stellplatzes investiert werden.
Erreichbarkeit und Öffnungszeiten
Kann man das Fahrzeug jederzeit abholen und zurückbringen – auch am Wochenende oder Feiertag? Manche gewerblichen Betreiber haben feste Öffnungszeiten, was spontane Abholungen erschwert. Wer oft kurzfristig losfahren möchte, sollte auf 24/7-Zugang achten.
Größe und Einfahrtshöhe
Klingt selbstverständlich, wird aber häufig vergessen: Passt das Fahrzeug überhaupt auf den Stellplatz? Wichtig sind:
- Länge des Stellplatzes (inklusive Deichsel beim Wohnwagen)
- Breite (auch beim Ein- und Ausfahren)
- Einfahrtshöhe bei überdachten oder Hallenstellplätzen (Aufbauten, Dachgepäckträger, Klimaanlagen beachten)
Bodenbeschaffenheit
Befestigte Flächen (Asphalt, Beton, Schotter) sind Wiesen oder Erdböden vorzuziehen – besonders in der Regenzeit oder bei Frost kann ein weiches Untergrundgelände zum Problem werden.
Vertragliche Absicherung
Immer einen schriftlichen Mietvertrag abschließen – auch bei privaten Anbietern. Der Vertrag sollte Laufzeit, Kündigungsfristen, Haftungsfragen und die Nutzungsbedingungen klar regeln.
Wohnwagen auf dem Abstellplatz richtig vorbereiten
Wer sein Fahrzeug für eine längere Standzeit einlagert, sollte es gut vorbereiten – das verlängert die Lebensdauer und verhindert unangenehme Überraschungen beim nächsten Saisonstart.
Checkliste für die Einlagerung:
- Wassersystem entleeren: Alle Tanks, Leitungen und Boiler vollständig leeren und mit Druckluft ausblasen – Frost kann Leitungen sprengen
- Kühlschrank offen lassen: Tür anlehnen, damit keine Feuchtigkeit und Schimmel entstehen
- Batterie trennen oder laden: Bei längeren Standzeiten Batterie abklemmen oder an ein Erhaltungsladegerät anschließen
- Reifen schonen: Reifenschoner oder Unterlegbretter verhindern Standplatten bei langen Standzeiten
- Belüftung sicherstellen: Fenster einen Spalt geöffnet lassen (gesicherter Lüftungsspalt) oder Lüftungsöffnungen freilassen, um Feuchtigkeitsstau zu verhindern
- Abdeckplane: Eine atmungsaktive Plane schützt vor Schmutz und UV-Strahlung, ohne Kondensation zu fördern
- Wertgegenstände entnehmen: Navigation, Kameras, Fahrräder und ähnliche Gegenstände lieber zu Hause aufbewahren
Was kostet ein Abstellplatz im Jahr?
Eine grobe Hochrechnung für eine typische Saison (Oktober bis März, 6 Monate):
| Art des Stellplatzes | Monatskosten | 6 Monate |
|---|---|---|
| Freiluft, einfach | 30–60 € | 180–360 € |
| Freiluft, bewacht | 50–80 € | 300–480 € |
| Überdacht (Carport) | 70–120 € | 420–720 € |
| Geschlossene Halle | 100–250 € | 600–1.500 € |
Die Kosten sind regional sehr unterschiedlich – in Ballungsgebieten wie München, Hamburg oder Frankfurt sind Stellplätze deutlich teurer als auf dem Land. Wer flexibel beim Standort ist, kann durch einen Platz außerhalb der Stadtgrenzen erheblich sparen.
Abstellplatz für Boote: Besonderheiten beachten
Wer neben dem Wohnmobil auch ein Boot einlagern möchte, sollte auf einen Stellplatz achten, der für Anhänger mit Bootsanhänger geeignet ist – also ausreichend lange Zufahrtswege und stabile Bodenbefestigung bietet. Für Boote am Chiemsee, Bodensee, Ammersee oder Starnberger See gibt es spezialisierte Angebote – einen Überblick bietet Stellplatz.jetzt.
Wer ein Mietwohnmobil für die Saison plant, statt ein eigenes Fahrzeug einzulagern, findet auf Wohnmobil-Mieten.cc einen aktuellen Preisvergleich.
Fazit: Ein guter Abstellplatz ist die beste Versicherung für Ihr Freizeitfahrzeug
Ein Wohnwagen oder Wohnmobil professionell einzulagern ist kein Luxus, sondern eine kluge Investition in den Werterhalt des Fahrzeugs. Wer auf Sicherheit, Witterungsschutz und vertragliche Klarheit achtet, holt sein Fahrzeug im Frühjahr in einwandfreiem Zustand wieder ab – und kann sofort in die neue Saison starten.
Alle verfügbaren Abstellplätze für Wohnwagen, Wohnmobile, Boote und mehr – sortiert nach Region – finden Sie auf Stellplatz.jetzt.